Private Haushalte, Energiesparen im Bestand und Bauleitplanung PDF Drucken E-Mail

Solar-Haus_144Auf die privaten Haushalte entfällt in Deutschland gut 26 % des gesamten Endenergieverbrauchs. Der Energieverbrauch für Heizen und Warmwasser und für Elektrogeräte schlägt durchschnittlich mit 3,4 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr und pro Kopf zu Buche.

Mit dem eigenen Verhalten in unseren eigenen vier Wänden kann jeder einzelne unabhängig von politischen Entscheidungen einen klimafreundlicheren Lebenswandel einschlagen. Deswegen sind die privaten Haushalte und das Energiesparen in bereits bestehenden Gebäuden ein zentrales Handlungsfeld eines effizienten Klimaschutzkonzeptes.

 

 

wappen_gilching_kleinEin Beispiel aus der Gemeinde Gilching zu Aktivitäten im Bereich Siedlungsentwicklung / Bauleitplanung

Die Pläne und Konzepte, wie das Fahrradverkehrskonzept finden sich aus der Gemeinde Homepage.

 

Der Schwerpunkt einer nachhaltigen, klimaschonenden und damit zukunftsorientierten Siedlungsentwicklung ist die Konzentration der Siedlungstätigkeit auf die Innenstädte und Ortszentren, bei einer gleichzeitig bedarfsgerechten und zurückhaltenden Neuausweisung von Bauflächen. Generell gilt es, die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren. Einen Beitrag hierzu leistet die Schaffung kompakter Siedlungseinheiten sowohl in neuen Baugebieten, als auch bei der städtebaulichen Erneuerung.

Maßgeblich ist zudem die vorhandene Topographie. Sie prägt die städtebauliche Struktur entscheidend, Straßenverläufe und Infrastruktureinrichtungen müssen auf diese reagieren. Hierbei ist der Schutz besonderer Landschaftsräume wie Hänge, Hügelkuppen und Schutzgebiete zu beachten. Freiflächen tragen zur Energieeffizienz der Siedlung bei. Auf versiegelten Flächen steigt der langfristige Mittelwert der Lufttemperatur gegenüber der unbebauten Umgebung. Durch die Beschränkung der Bodenversiegelung und innerörtliche Freiflächen werden die ökologischen Ausgleichsfunktionen erhalten und das örtliche Kleinklima verbessert. Frischluftschneisen garantieren einen Luftaustausch im Quartier, Aufheizungseffekten wird entgegengewirkt. Der Energieaufwand für Klimatechnik an Gebäuden kann so reduziert werden.

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Gilching spielten zentrale Freiflächen eine große Rolle. Die Gemeinde beschloss, die städtebauliche Struktur und die Infrastruktureinrichtungen, die dem starken Zuwachs der vergangenen Jahrzehnte nicht gewachsen waren, anzupassen. Auf einem noch unbebauten Gelände in zentraler Lage soll deshalb ein neues Zentrum entstehen, die angrenzenden Quartiere sollen besser verknüpft werden und zugleich ein großer Freiflächenanteil mit hoher Naherholungsqualität erhalten bleiben. Auf Grundlage eines im Jahr 2005 durchgeführten Ideenwettbewerbes wurde ein Rahmenplan erarbeitet.

(Quelle: Energie und Ortsplanung, Arbeitsblatt für die Bauleitplanung Nr. 17, Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, 2010,Seite 16)